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Kapitalerhöhung kommt: Lenzing schließt Heiligenkreuz

Lenzing schließt die Standorte Heiligenkreuz und Grimsby. Eine Kapitalerhöhung soll aus der Patsche helfen. Der Fokus geht weiter verstärkt auf Premium.

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27.07.2026

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Jobabbau bei Lenzing. Auch der Standort in Indonesien steht zur Disposition.

Der neue CEO Georg Kasperkovitz lässt gleich mit einem Paukenschlag seine Handschrift bei der Lenzing AG spüren.

"Jedes Jahr Verluste zu schreiben, so kann es nicht weiter gehen", sagt er Dienstagmorgen vor Journalisten.

Ich interpretiere das so, dass er und Vorstandskollege Matthias Breuer nicht länger auf eine Besserung des Marktumfeldes warten, sondern das Schicksal der Lenzing jetzt selbst in die Hand nehmen. Konkret heißt das: Weltweit baut man um die 2.000 Stellen ab, der Großteil davon in Indonesien. Die Standorte Heiligenkreuz und Grimsby werden geschlossen - sie waren zuletzt auch nicht mehr profitabel. Bei den herkömmlichen Textilfasern gräbt nämlich die Konkurrenz aus Asien den Oberösterreichern immer stärker das Wasser ab. Dass sich die Lenzing AG stärker auf den Nonwovens-Bereich konzentrieren will und das Textil-Fasergeschäft zurückschrauben will, hatte ich dir schon berichtet. Da gibt es einige Ideen (klick hier). Eine 300-Millionen-Euro-Kapitalerhöhung soll auch dafür sorgen, dass in Zukunftstechnologien investiert werden kann.

Mehrheitseigentümer ziehen mit

Dabei gehen die Mehrheitseigentümer B&C-Gruppe und Suzano gemäß ihren Anteilen voll mit. Zu hoffen ist, dass künftig bei den Investitionen ein besserer Fokus herrscht, wie ihn CEO Georg Kasperkovitz heute ankündigte.

Schau, bei der Lenzing AG braucht es rigorose Maßnahmen, damit das Unternehmen langfristig auf die Beine kommt. Seit Jahren gibt es ein Sparprogramm, das ist zu wenig. Wird die Neuausrichtung helfen? Vielleicht. Denn gerade bei den Premiumprodukten ist die Lenzing AG noch immer ein globaler Innovationsführer. Mit einem ressourcensparenden Produktionsverfahren für Cellulosefasern (TreeToTextile) hat Lenzing womöglich einen sehr relevanten Pfeil im Köcher. Der Fokus auf Premiumvlies erscheint zudem sinnvoll, weil gerade im medizinischen Bereich neue Wachstumsmärkte entstehen. Da kann man mit Hygieneprodukten wie abwaschbaren Wischtüchern womöglich punkten.

Die Investoren reagierten heute mal skeptisch ob der neuen Nachrichten. Die Aktie fiel zum Handelsstart recht deutlich.

Börsianer Insider

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Börsianer Insider

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