News

Shortseller-Attacke: RBI reagiert auf Vorwürfe

Die Raiffeisen Bank International weist die Vorwürfe des Shortsellers Grizzly Research zurück. Die Aktie reagiert dennoch mit deutlichen Verlusten.

Veröffentlicht

17.09.2026

Lesezeit

1 min
Teilen auf
Unter Druck: Die RBI holt wieder einmal das Russland-Geschäft ein.

Nachdem Grizzly Research eine Short-Position auf die Raiffeisen Bank International (RBI) bekannt gegeben hat rutschte die Aktie heute stark ins Minus. Auf der Seite der Finanzmarktaufsicht FMA, bei der alle Short-Positionen gemeldet werden müssen, ist keine Short-Position auf die RBI-Aktie zu finden. Der Hintergrund der Empörung: Die Analysten erheben den Vorwurf, die RBI könnte bei der Umgehung von Sanktionen eine Rolle spielen, und zwar nicht nur in Bezug auf Russland, sondern auch mit Verbindungen zu Iran und Nordkorea. Unter anderem spricht der Shortseller laut Reuters (hier lesen) von einer bislang unbekannten Abhängigkeit vom Russland-Geschäft und wirft Fragen zur möglichen Umgehung von Sanktionen auf. Auf Nachfrage des Börsianer hält die RBI dagegen: Man stehe zur Stärke der Compliance-Systeme, die sowohl vor als auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs mehrfach überprüft worden seien. Eine erste Prüfung des Grizzly-Berichts habe zudem „eine Reihe von sachlich falschen und irreführenden Aussagen“ ergeben, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

An der Börse hinterlässt die Shortseller-Attacke dennoch deutliche Spuren: Die RBI-Aktie verlor am Donnerstagvormittag zeitweise rund neun Prozent - hier der Chart der Aktie auf die letzte Woche.

Börsianer Redaktion

Autor

Börsianer Redaktion

Die Börsianer Redaktion sammelt die News vom Kapitalmarkt für dich.

Teilen auf
Anzeige