Öbag-Nachfolge: Kaum Kracher unter den Kandidaten
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Schau, Edith Hlawati war zwar scheinbar unscheinbar, aber sie war auch unbestechlich. Ich habe von einigen personellen Begehrlichkeiten gehört, die an die Öbag-Chefin herangetragen wurden, die sie allerdings stets abgeschmettert hat. So was freut mich! Wieso die künftige Öbag-Führungspersönlichkeit (lies hier mehr zu den Kandidaten) wieder aus dem Dunstkreis der Politik kommen soll, erschließt sich mir nicht. Was sich in Sachen Postenschacher unter Vorgänger Thomas Schmid abgespielt haben soll, könnte da ein warnendes Beispiel sein. Ich dachte, damit haben wir fertig.
Ich finde auch die vermeintliche Kandidatenauswahl teilweise seltsam. Zwei Telekom-Managern wird eine Bewerbung um den Öbag-Job nachgesagt: Thomas Arnoldner und Hannes Ametsreiter, die als Telekom-Manager sicher einen guten Job machen und gemacht haben. Die Telekom Austria AG macht aber nur ein 1/6 des Portfolios der Öbag aus, die Bundesimmobiliengesellschaft BIG 1/3 des Portfolios. Also wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir jemanden suchen, der sich auch mit Immobilien auskennt. Außerdem, wieso sollten Thomas oder Hannes derartige Gehaltseinbußen hinnehmen? Erscheint mir wenig logisch. Ähnliches gilt für Thomas Gangl, der sich zwar bei der OMV auskennt, aber sonst wenig Ahnung von den Öbag-Beteiligungen hat.
Spannend finde ich, dass sich IVA-Präsident Florian Beckermann beworben hat. Im Gegensatz zu den anderen genannten Kandidaten kennt er als Anlegerschützer jedes börsennotierte Unternehmen am österreichischen Kapitalmarkt wie seine Westentasche. Er ist unabhängig und hat weite Teile des Kapitalmarkts (CEOs und Aufsichtsräte) hinter sich, wie ich höre. Edith Hlawati hatte auch einige der Öbag-Beteiligungen über Jahrzehnte vor ihrem Öbag-Job als Anwältin begleitet. Ein Jurist der dazu auch noch gestalten kann ist ein Lichtblick. Ich bleibe für dich dran.

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