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AT&S: Rüstung als Chance

Der steirische Leiterplattenhersteller will im Defense-Bereich Fuß fassen. „Defense“ klingt besser als Krieg, aber einige Fragen bleiben offen.

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02.10.2025

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2 min
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Chip auf einem Roboterarm
© AT&S
Komponenten der AT&S könnten künftig in der Rüstungsindustrie zum Einsatz kommen.

Jetzt will auch der IT-Substrat-Leiterplattenhersteller Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) in den Defense-Bereich einsteigen. Man will mit potenziellen Partnern sprechen, erwarte sich einen jährlichen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich, heißt es via Aussendung.

„Nur wenn Menschen in Sicherheit leben, können sie ihre Rechte wahrnehmen und ihr Leben in Freiheit gestalten“, sagt AT&S-CEO Michael Mertin dazu pathetisch.

Auf Trend aufspringen

Ich frage mich: Ist Rüstung eigentlich das neue Grün (erinnere dich an den ESG-Trend)? Jetzt glaubst du, dass ich verrückt geworden bin? Aber mir kommt schon stark vor, dass viele Unternehmen jetzt ihr Engagement im Bereich „Defense“, wie man jetzt im richtigen "Marketingsprech" zu Rüstung sagt, verstärken. Den Investoren dürfte es gefallen - siehe hier.

Chart der AT&S
© Baha Data
Die Aktie hat in der vergangenen Woche zugelegt.

Ich habe mich natürlich für dich gleich dahintergeklemmt und wollte bei AT&S mehr erfahren. So wirklich was konnte ich aber nicht rauskriegen. Militärische Geheimhaltung? Oder einfach noch etwas unausgegorene Pläne? Jetzt kann ich mir gut vorstellen, dass mit ATS-Substrat verbundene Chips in irgendwelchen Defense-Applikationen enthalten sind, große Adaptionen an der Technik sind für den militärischen Einsatz nicht nötig. Da geht es um die Sicherheit. In den Werken in China wird man – zumindest für den europäischen Markt – natürlich nicht entwickeln können. Wie ich höre erfüllt das im Sommer eröffnete Werk Hinterberg 3 aktuelle Anforderungen der Rüstungsindustrie. Insofern würde eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie sicher einen Schub für den Standort Leoben bedeuten. Das täte natürlich gut bei all den Bad News am heimischen Jobmarkt: von OMV über Voestalpine bis zu Lenzing.

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